(030) 94 87 14 10 mail@steltzer-kanzlei.de

Nach der telefonischen Terminvereinbarung kommen Sie zusammen mit Ihrem Ehegatten zu uns. Gemeinsam klären wir, ob das Mediationsverfahren das richtige Verfahren für Sie ist.

Das Mediationsverfahren besteht aus fünf Phasen. Das Verfahren endet mit einer verbindlichen Abschlussvereinbarung.

Die Anzahl der Sitzungen bis zur Abschlussvereinbarung ist sehr individuell. Letztlich ist entscheidend, wie schnell Sie die Lösung für Ihre Konfliktthemen finden. Die einzelne Sitzung dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden und kann als Einzel-Mediation oder Co-Mediation (zwei verschiedengeschlechtliche Mediator*innen) stattfinden.

Phase 1:

In der ersten Sitzung klären wir auch die Regeln, die Ihnen wichtig sind. Allgemeine Prinzipien des Mediationsverfahrens sind:

  • Freiwilligkeit: Alle Beteiligten des Verfahrens können das Verfahren jederzeit beenden.
  • Offenheit und Informiertheit: Informationen, die für die Konfliktlösung relevant sind, werden offengelegt. Wenn notwendig, werden Auskünfte eingeholt und Belege vorgelegt, um einen einheitlichen Informationsstand zu gewährleisten. Dies schafft die Basis für eine nachhaltige Einigung.
  • Vertraulichkeit: Sämtliche Informationen und Themen werden vertraulich behandelt. Der Mediator ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und hat vor Gericht ein Zeugnisverweigerungsrecht.
  • Allparteilichkeit/Neutralität: Der Mediator nimmt die Interessen und Bedürfnisse der Konfliktpartner gleichermaßen wahr. Gleichzeitig bleibt er neutral, ergreift also nicht einseitig Partei.

 

Phase 2:

Die eigentliche Mediation beginnt mit Phase 2. Hier können Sie die für Sie wichtigen Themen benennen und jeweils Ihre Sichtweise darlegen.

Phase 3:

Phase 3 ist das Kernstück des Mediationsverfahrens. In ihr wenden wir uns den einzelnen Themen zu und klären, welche Bedürfnisse bzw. Interessen hinter den jeweiligen Positionen liegen. Die Position “überlass mir und den Kindern das Haus!” kann z.B. das die Bedürfnisse zum Hintergrund haben, dass sich die Scheidung möglichst wenig auf die Kinder und ihr gewohntes Umfeld auswirken soll und Ängste vorhanden sind, keine Wohnung für sich selbst zu finden.

 

Phase 4:

Phase 4 geht voraus, dass die Konfliktpartner sich besser verstehen gelernt haben und eine gewisse Entspannung eingetreten ist. Hieran kann sich in Phase 4 die Suche nach Lösungsoptionen anschließen. Die Optionen werden danach bewertet und es zeigt sich meistens auch hier schon, wie eine Lösung aussehen könnte.

Phase 5:

Die gefundenen Lösung wird zu Papier gebracht. Bevor sie unterschrieben wird, kann hierüber mit Beratern gesprochen werden. Es wird also nichts “über das Knie gebrochen”. Die gefundene Lösung muss ggf. notariell beurkundet werden, um den gesetztlichen Formvorschriften zu entsprechen. Das hängt von ihrem Inhalt ab und ob bspw. Immobilien oder Geschäftsanteile übertragen werden sollen oder der Versorgungsausgleich als Scheidungsfolge ausgeschlossen werden soll.

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