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Für wen ist das Scheidungsmanagement geeignet?

Unser innovatives Konzept Scheidungsmanagement möchte Ehepaare dort abholen, wo Sie geradestehen und einen pragmatischen Weg aus der Ehe aufzeigen. Voraussetzung ist, dass Sie grundsätzlich bereit sind, mit Ihrem Ehepartner fair zu verhandeln und es Ihnen nicht darum geht, den anderen fertig zu machen. Sie sollten also den Minimalkonsens haben, gemeinsam die Ehe friedlich zu beenden. Keine Voraussetzung ist, dass Sie einer Meinung sind. Weil wir Ihre rechtliche Situation unabhängig und unparteiisch einschätzen, können Sie mit einem umfassenden Lösungsvorschlag, ähnlich einem Schlichtspruch, rechnen. Wir haben dabei das große Ganze Blick und gestalten unsere Zusammenarbeit möglichst zeit- und nervensparend. Sie müssen hierbei nicht zwingend in unserer Kanzlei aufeinandertreffen bzw. der persönliche Kontakt mit Ihrem Ehegatten kann auf ein Minimum reduziert werden.

Konkret bedeutet das ein Eingangsgespräch mit der Bestimmung Ihrer Konfliktpunkte und des geeigneten Verfahrens (Scheidungsmanagement oder Scheidungsmediation).  Im weiteren Verlauf liefern Sie uns die benötigten Informationen und wir liefern eine mögliche Lösung anhand der rechtlichen Bestimmungen und ihrer persönlichen Gegebenheiten. Am Ende stehen eine Scheidungsfolgenvereinbarung und die einvernehmliche Scheidung. In der Regel bedarf das Scheidungsmanagement 1 bis 3 Treffen (Eingangsgespräch, Besprechung des Lösungsvorschlags und ggf. Anpassung der Scheidungsfolgenvereinbarung).

Wie lange dauert das Scheidungsmanagement?

Die Zeitspanne für das Scheidungsmanagement ist zum einen abhängig davon, was an Informationen schon vorhanden ist, z.B. Steuerbescheide und Jahresabschluss bei Selbstständigen für eine Unterhaltsberechnung oder Angaben zu Ihrem Vermögen. Dies Informationen werden anhand von Fragebögen abgefragt. Zum anderen hängt die Dauer davon ab, ob noch Gutachten werden müssen, z.B. zum Immobilien- oder Unternehmenswert. In der Regel sind jedenfalls Informationen von den Versorgungsträgern zu erfragen, sogenannte Kontenklärung, um hinsichtlich des Versorgungsausgleichs eine für Sie und Ihren Ehegatten optimale Lösung zu finden.

In der Regel kann innerhalb von drei Monaten mit dem ersten Entwurf der Scheidungsfolgenvereinbarung gerechnet werden.

Was kostet das Scheidungsmanagement mit ausgearbeiteter Scheidungsfolgenvereinbarung?

Da die zu regelnden Inhalte im Vorfeld einer Scheidung individuell und wertmäßig unterschiedlich sind, können wir im Vorfeld nur Richtwerte angeben. Bei einfach gelagerten Fällen ohne hohe Vermögenswerte entstehen für unsere rechtliche Einschätzung nebst Vorschlag zum Vorgehen und der finalen Scheidungsfolgenvereinbarung Kosten ab 400 €. Bei hohem Vermögen, Unternehmensbeteiligungen und bei individuellen Regelungen des Versorgungsausgleichs belaufen sich die Kosten unserer Tätigkeit im Durchschnitt zwischen 2.500 € bis 8.000 €.

Entscheiden Sie sich für ein Scheidungsmanagement mit unserer Kanzlei bestimmen wir zunächst die zu regelnden Punkte und informieren Sie gesondert über die zu erwartenden Kosten und treffen mit Ihnen eine Honorarvereinbarung. Wir setzen auf Transparenz, damit Sie in Ruhe Kosten und Nutzen für sich abwägen können.

Ein Kostenbeispiel mit Vergleich der unterschiedlichen Scheidungsabläufe finden Sie hier.

Wann ist eine Scheidungsmediation das Richtige für uns?

Die Scheidungsmediation ist das Richtige für Sie, wenn Ihnen viel daran gelegen ist, ihre eigene, ganz individuelle Lösung für ihre Konflikte gemeinsam zu erarbeiten. Anders als beim Scheidungsmanagement treffen Sie bei den Mediationssitzungen regelmäßig aufeinander und setzen sich aktiv mit Ihrem Ehegatten auseinander. Die Scheidungsmediation kann hierdurch ein intensiver Prozess sein, der es einem durch Selbstreflexion und dem Wechsel der Perspektive ermöglicht, innerlich gestärkt in eine neue Zukunft zu starten. Wir als Mediatoren unterstützen Sie herbei z.B. durch Frage- und Gesprächstechniken. Als Rechtsanwälte achten wir darauf, dass Sie alle Informationen haben, um fair verhandeln zu können und hierbei nichts Ungesetzliches vereinbaren, z.B. dass ein Elternteil keinen Kindesunterhalt zahlt. Ansonsten ist das Verfahren ergebnisoffen. Als anwaltliche Mediatoren „übersetzten“ wir Ihre individuelle Lösung zum Schluss der Mediation in eine rechtlich verbindliche Scheidungsfolgenvereinbarung.

Wie lange dauert eine Scheidungsmediation und was kostet sie?

Je nach Anzahl und Komplexität der Konfliktpunkte ist mit einer Anzahl von mindestens 4 bis hin zu 15 Sitzungen zu rechnen. Wir achten bei diesem Verfahren darauf, regelmäßig „Zwischenbilanz“ zu ziehen, damit die Richtung auf Ihrem gemeinsamen Weg stimmt. Weitere Informationen zu den Kosten finden Sie hier. 

Kann ich durch eine sogenannten Online Scheidung eine günstigere Scheidung bekommen?

Sie wollen eine möglichst günstigste Scheidung und suchen nach der günstigsten oder billigsten Scheidung im Internet? Gerade bei den Anbietern der sogenannten „Online-Scheidung“ finden Sie immer wieder den Hinweis auf die niedrigen Kosten. Wenn Sie die Hinweise oder das Kleingedruckte auf mancher Homepage genau lesen, werden Sie feststellen, dass Sie aber immer die gesetzlichen Mindestgebühren zahlen. Lassen Sie sich also nicht durch reißerische Aussagen blenden. Die günstigste oder billigste Scheidung werden Sie nicht finden, denn die Mindestgebühren für eine Scheidung sind für alle Rechtsanwälte verbindlich, d.h. gesetzlich vorgeschrieben.

Im Ergebnis bedeutet dies zum einen, dass die Kosten überall gleich hoch sind. Zum anderen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgebühren unabhängig davon zu bestimmen, ob Sie Ihren Scheidungsanwalt online oder vor Ort beauftragen. Ausnahme: Es wurden höhere als die gesetzlich vorgesehen Gebühren mit Ihnen vereinbart. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Ihre Scheidung mit den zu regelnden Punkten besonders umfangreich und/oder schwierig ist.

Woher weiß ich, was meine Scheidung mindestens kosten wird?

Die entstehenden Gebühren für eine Scheidung sind hinsichtlich der Kosten für den Rechtsanwalt und für das Familiengericht gesetzlich festgelegt. Für die Gebühren des Scheidungsanwalts ist das Rechtanwaltsvergütungsgesetz (RVG) maßgeblich und für die Gerichtskosten das Gerichtskostengesetz in Familiensachen (FamGKG).

Hier können Sie die Gesetze einsehen: https://www.gesetze-im-internet.de/index.html

Den jeweiligen Tabellen im Anhang können Sie dem Verfahrenswert nach gestaffelt die Gebühren finden. Wie teuer eine Scheidung tatsächlich wird, wird anhand des Verfahrenswertes bestimmt, den letztlich das Familiengericht festlegt.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Online-Scheidung?

Der im Internet verwandte Begriff “Online-Scheidung” kann irreführend sein und bedeutet nicht, dass ein Scheidungsantrag online gestellt wird. Der Scheidungsantrag muss nach geltendem Recht der Bundesrepublik Deutschland immer durch einen zugelassenen Rechtsanwalt beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Der Beauftragung via Internet liegt daher immer die Erteilung eines Mandatsverhältnisses gegenüber einem Rechtsanwalt zugrunde. Deshalb wird auch immer die unterschriebene Vollmacht des Scheidungswilligen verlangt. Tritt daher bei einem entsprechenden Service kein Anwalt als Inhaber der Seite auf, müssen die Scheidungsunterlagen zwingend an einen Rechtsanwalt weitergeleitet werden, damit dieser den Antrag auf Scheidung für Sie einreicht. Diesen Rechtsanwalt sehen Sie in der Regel nur zum Gerichtstermin, wobei häufig ein sogenannter Terminsvertreter vor Gericht auftritt. Insbesondere wenn sich das Angebot der Online-Scheidung bundesweit erstreckt, wird Ihre Scheidung vor Gericht häufig nicht von dem ursprünglich beauftragten Rechtsanwalt, der u.U. seinen Sitz in einer anderen Stadt hat, abgewickelt, sondern es wird ein Rechtsanwalt vor Ort durch eine Untervollmacht beauftragt.

TIPP: Schauen Sie bei den verschiedenen Anbietern in das Impressum. Dann wissen Sie, wem Sie Ihr Vertrauen schenken und (nicht zu vernachlässigen!) wem Sie Ihre Daten zur Verfügung stellen. 

Was meint „Scheidungsverbund“?

Bei einer Ehescheidung sind sogenannte Verbundverfahren möglich.  Ein Verbundverfahren bedeutet, dass im Zuge der Ehescheidung weitere Angelegenheiten „mitverhandelt“ werden. In den Scheidungsverbund können beispielsweise Kindschaftssachen, wie Sorgerecht oder Umgang verhandelt werden. Vorteil: Der Scheidungsverbund kann kostenmäßig günstiger, als gesonderte Verfahren vor Gericht sein. Dies gilt insbesondere für Kindschaftssachen, § 44 Abs. 2 FamGKG. Nachteil: Die Ehescheidung wird vom Gericht regelmäßig nur dann ausgesprochen, wenn alle verbundenen Verfahren entschieden werden können, sog. Entscheidungsreife. Für ein Sorgerecht oder Umgangsverfahren kann dies bedeuten, dass erst umfangreiche kinderpsychologische Gutachten eingeholt werden müssen. Dies führt in der Regel zu einer zeitlichen Verzögerung der Scheidung.

Was kann im Scheidungsverbund beantragt werden?

Zu unterscheiden ist zwischen dem automatischen Verbund (“Zwangsverbund”), der auch ohne besonderen Antrag bei einer Scheidung entsteht und dem Antragverbund, bei dem eine Sache lediglich auf Antrag der Parteien zusammen mit der Scheidung entschieden wird. Im Zwangsverbund mit der Scheidung ist gegenwärtig nur der Versorgungsausgleich.

Die Angelegenheiten, die in den Scheidungsverbund eingebracht werden können, werden als Folgesachen bezeichnet. Mögliche Folgesachen sind:

  • das Sorgerecht,
  • das Umgangsrecht,
  • die Unterhaltsansprüche,
  • die Ansprüche aus dem ehelichen Güterrecht, insbesondere der Zugewinnausgleichsanspruch,
  • die Zuweisung der Ehewohnung und des Hausrats.

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